Wofür steht „World Peace Cafe Berlin“ ?

„World Peace Cafe Berlin“ steht einerseits für unser Projekt für Friedenslobbyismus, das sich über einen Gastronomiebetrieb selber finanzieren möchte, um auch Spenden- und Sponsorenunabhängig starten zu können. Im Mittelpunkt unseres Lobbyismus steht der „Internationale Tag des Friedens“ der Vereinten Nationen am 21. September. Wir möchten diesen Tag mit möglichst vielen Menschen feiern. Darüber hinaus stellt die Stadt Berlin für uns bereits ein lebendiges  „World Peace Cafe“ dar. Multikulti funktioniert auch hier nicht immer, nicht überall und nicht mit allen Gruppen, aber der Karneval der Kulturen, die Fête de la Musique, die Berliner Partyszene, Sportvereine, viele andere Kulturprojekte und nicht zuletzt auch Unternehmens-Startups sind ein lebendiges Beispiel dafür, was entstehen kann, wenn Menschen aus aller Welt Spaß aneinander und miteinander haben. Die jüngste Einwanderungswelle aus Israel ist ein weiteres deutliches Zeichen dafür, wieviel Vertrauen Berlin im Ausland genießt.

FDLMDer Mauerfall 1989 und die deutsche Wiedervereinigung haben Zeichen gesetzt, aber wir sind nicht die neutrale Schnittstelle von Ost und West, die wir hätten werden können und müssen, um heute aus neutraler Position vermitteln zu können. Europa ist stark genug um keine Nato mehr zu brauchen. Wir sollten uns nicht länger einseitig und zu Lasten der eigenen Sicherheit als Bestandteil eines sinnlosen und politisch gestrigen „West gegen Ost“ Bedrohungsszenarios instrumentalisieren lassen. Die „German Angst“ ist in Wahrheit eine „American Angst“ und zwar die vor der eigenen Gewaltbereitschaft, die wahllos in andere Völker hineinprojizieret wird. „World Peace Cafe Berlin“ steht deshalb auch für absolute politische Neutralität und die Vision einer gewaltlosen Gesellschaft.

Europa hat den Friedensnobelpreis – und das völlig zurecht. Über die wirtschaftliche Ordnung und Ausrichtung Europas kann und soll man diskutieren, aber unsere offenen Grenzen und die immer stärker werdende Identifikation der nachwachsenden Generationen mit Europa und mit der Idee des Weltbürgertums machen Europa, Deutschland und Berlin zu einem wirklichen Friedensprojekt. Ich glaube wir sind uns größtenteils überhaupt nicht bewusst und auch nicht dankbar genug, was für ein Glück wir haben nach 1945 hier in Europa und  – je nach dem auch nach 1989 – speziell hier in Deutschland geboren zu sein und leben zu dürfen.

Diese Ausrichtung auf Friedenspolitik müssen wir auch beibehalten und PROAKTIV weiter ausbauen. Durch immer mehr Abrüstung, durch weniger Waffenhandel und durch Unterricht in gewaltfreier Kommunikation an unseren Schulen zum Beispiel. Frieden ist wesentlich mehr als nur die Abwesenheit von Krieg. Frieden erfordert persönliche Selbstverantwortung für ein gewaltfreies Leben und erleben, deshalb wird es dringend Zeit in diesem Zusammenhang auch einmal über ökonomische und finanzielle Gewalt und die daraus resultierende Störung des sozialen Friedens zu diskutieren. Schutzschirme brauchen wir für die wachsende Zahl von Flüchtlingen und nicht für Kapitalmärkte, die keinen  Beitrag zu den Bruttoinlandsprodukten bzw. zum weltweiten GDP leisten. Die Jahresumsätze der Kapitalmärkte sind mit ca. 900 Bilionen US $ um das 14fache höher als das weltweite GDP von aktuell ca. 70 Billionen US $ im Jahr. Das sind Umsätze die absolut kein Mensch auf dieser Welt braucht, ausser denen die an diesen Kapitalbewegungen verdienen, ohne irgendwelche Werte in Form von Produkten oder Dienstleistungen für unsere Gesellschaft zu schaffen.

Berlin will und braucht Kapitalmärkte und Investoren nicht und bringt dies auch immer wieder deutlich zum Ausdruck, durch Widerstandprojekte wie „Mediaspree versenken“ aber auch durch Unternehmensneugründungen als Genossenschaften. Nichts spaltet eine Gesellschaft mehr als soziales und finanzielles Kastenwesen. Indien ist ein schreckliches Beispiel dafür, aber auch die USA rutschen immer tiefer in die soziale Krise. Friedensprojekte und Friedenspolitik können der neue Exportschlager aus Berlin, Deutschland und Europa werden, wir müssen nur selbstbewusst genug sein diesen Weg auch gemeinsam weiter zu gehen.

KDK

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