Big Bang Theory

Nüchtern betrachtet ist Wissenschaft nichts anderes als der Versuch der Erklärung der Schöpfung mit Hilfe von Zahlen und Formeln anstelle von Worten. Deshalb lassen sich „Gott“(Theo, Deus) und Urknall(Big Bang) auch wundervoll in einem Begriff wie „Big Bang Theory“ vereinen. In 5000 Jahren werden sich unsere Nachfahren vermutlich totlachen über unsere Naivität an einen „Gott“ oder einen „Urknall“ als Anbeginn oder Schöpfer von Raum und Zeit zu glauben, ja uns sogar darüber zu streiten welche Theorie „richtig“ oder „falsch“ ist. Warum ? Weil wir uns hier alle gegenseitig verwirren.“Gott“ oder „Urknall“ findet immer und exakt dann statt, wenn wir beginnen Fragen in  – gemeinsame – Antworten zu verwandeln. Wenn wir erkennen, das wir Lenken mit Denken verwechseln.

Worum geht es bei der Schöpfung, dem Universum, „Gott“ eigentlich ? Es geht um unser menschliches Bedürfnis eine Antwort auf die Frage nach unserer Existenz zu bekommen. Dabei stellt diese sich – logisch betrachtet – eigentlich gar nicht.  Die Abwesenheit von Schöpfung, das „Nichts“, die Leerheit(Emptyness im Buddhismus), als Alternative zur Existenz ist ein – mehr oder weniger logisches – Konstrukt, das sich auch als „Null,0“ im Gegensatz zur „Eins, 1“  ausdrücken lässt. Warum – in „Gottes“ Namen – soll ich mir überhaupt die Frage nach unserer Existenz stellen, wenn Nichtexistenz nur aus denkender Existenz heraus vorstellbar ist. Dann existieren wir eben – und machen „das Beste“ daraus, anstatt uns wegen sinnloser Fragen den Kopf zu zerbrechen, oder uns aus religiösen Motiven heraus sogar noch gegenseitig umzubringen. Software zeigt uns, was man aus der unendlichen Kombination und Abfolge von Nullen und Einsen alles basteln kann. Softwarephilosophisch betrachtet sind wir ein Haufen von 7 Milliarden „Nullen“, die sich endlich entscheiden sollen alle eine „Eins“ zu werden, aber lieber allen mögliche Kombinationen dazwischen ausprobieren. „Das Universum ist das Produkt seiner eigenen Fantasie“ schreibt Douglas Adams in „Per Anhalter durch die Galaxis“, das finde ich wesentlich aussagekräftiger und einfacher zu verstehen als jeden theologischen oder wissenschaftlichen Erklärungsversuch. Und diese „Fantasie“ drückt sich – auch mangels Ausserirdischer, denen wir die Verantwortung zuschieben können – im fortwährenden Wandel unseres menschlichen Bewusstseins aus. Wir sind nicht Opfer der Schöpfung, sondern alle Mittäter .

Statt Wissenschaft und Theologie als sich ER-gänzende ER-klärungen zur Vermeidung sinnloser Fragen zu betrachten und menschheitsgesamtverantwortlich endlich weitere Maßnahmen(z.b. Weltfrieden) zu ergreifen, drehen wir uns  ständig im Kreis(um die Sonne) und um uns selbst(die Erde) und streiten uns unendlich oft um endliche irdische Ressourcen – für, wegen, mit, um und gegen Geld. Geld, ein bedrucktes Stück Papier oder Kunststoff, früher mal ein Hilfstauschmittel zur gegenseitigen Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen, ist uns heute unser liebstes wie teuerstes Wirtschaftsgut –  dessen Preis wegen anhaltend hoher Nachfrage ständig steigt. Die gegenseitige Versorgung bleibt dabei auf der Strecke.  Wir nennen uns Zivilisation, human und fortschrittlich und kriegen nichts auf die Reihe, ausser uns um Ressourcen zu streiten und dabei jeden Tag mehr als 20.000 Menschen verhungern und verdursten zu lassen. Ist das nicht ERBÄRMLICH ?

Wir sind die, die nicht wissen was sie tun, weil wir zu feige sind unsere  egoistische menschliche Individualität (Unser Null-Dasein) in ein globales Miteinander von Einser-Kandidaten zu verwandeln. Wir missbrauchen das sich sinnvoll Ergänzende unserer Individualitäten um Unterschiede zu machen und Konkurrenz zu schüren, wo Kooperation und Einheitsbewusstsein zu wesentlich freundlicheren Schöpfungsergebnissen führen könnten. Wir sind nicht in der Lage uns als Gruppenwesen UND als Individuum zu begreifen und zu erfahren, obwohl das das Prinzip einer jeden Gemeinschaft ist. Wir sind – global betrachtet – zu unbegabt um Eins und Eins zusammenziehen. Wir leben nicht in Frieden auf diesem Planeten, weil wir unsere eigene Gewaltbereitschaft in andere Menschen hineienprojizieren, oder andersherum formuliert: Das uns persönlich fehlende Selbstvertrauen in unsere eigene individuelle gewaltlose Existenz können wir auch keinem Anderen schenken.  Alle Gewalt auf Erden ist das Resultat einer Vertrauenskrise. Wir werden es nicht alle schaffen von heute auf morgen gewaltfrei zu leben, deshalb ist es wichtig, dass jeder von uns jeden Tag an sich arbeitet und wir alle zusammen jedes Jahr an einem Tag, dem 21.September, dem Internationalen Tag des Friedens der UNO, die Resultate unserer Bemühungen feiern.

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